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Liebe Leserin, lieber Leser!

In diesen Tagen, in denen wir äußerlich Abstand voneinander halten müssen, sehnen sich viele Menschen besonders nach Nähe. Umso wichtiger ist es, dass wir mit unseren Herzen näher aneinander rücken und uns gegenseitig Mut machen.

Ob wir unseren älteren Nachbarn Hilfe beim Einkaufen anbieten oder häufiger einmal das Telefon in die Hand nehmen und den Kontakt zu alleinlebenden Menschen halten, es gibt viele Ideen, um diese Zeit gemeinschaftlich durchzustehen und anderen Zuversicht und Hoffnung zu geben.

Bitte prüfen Sie auch die vielfältigen geistlichen Radio-, TV- oder Online-Angebote und wählen Sie das aus, was Ihnen gut tut. 

Im Gebet können wir miteinander als Christinnen und Christen in Verbindung bleiben. Dreimal täglich läutet die Gebetsglocke an der St. Petri Kirche in Mulsum, um 7.00, 12.00 und 18.00 Uhr. In diesen Tagen können wir uns neu bewusst werden, dass dies eine Einladung zum Innehalten ist.

Alle, die in diesen Wochen an Krankheitssymptomen, Arbeitsüberlastung, an sozialen Härten oder Einsamkeit leiden, brauchen unser Gebet. Auch an die Hilfskräfte im medizinischen und sozialen Bereich sowie an alle, die unsere Versorgung aufrecht erhalten, können wir dabei denken.

Und wenn wir uns zurzeit nicht persönlich die Hände schütteln können, so kann Gottes Hand uns doch Halt geben, so wie in diesem Gebet:

 

Gott, ich suche eine Hand, die mich hält und ermutigt,

die mich begleitet und beschützt.

Ich taste nach einer Hand,

der ich mich anvertrauen kann.

Ich suche eine große Hand,

in die ich meine Hände

und auch mein Herz hineinlegen kann,

eine Hand, in der ich ganz geborgen bin.

Gott,

Deine Hand lädt mich ein: Komm!

In Deiner Hand bin ich aufgehoben für immer.

Gott, in Deine Hand lege ich alles!

Danke, Du gute und zärtliche Hand.

 

Jesus, kranke Menschen erfasst Du

mit Deiner Hand und richtest sie auf.

Den Kindern legst Du zärtlich die Hand auf

und segnest sie.

Den traurigen Jüngern zeigst Du Deine wunden Hände und sagst:

Seht und begreift!

Jesus, ergreife auch mich mit Deiner Hand. Denn in Deiner Hand ist alles gut. Amen

 

(Gebet nach Vorlagen von Hanni Linzi, Franziskanische Gemeinschaft Neuburg, zusammengestellt von Rita Bronnhuber, Augsburg)

 

Mit herzlichen Segenswünschen

Christa Haar-Rathjen, Meriam Kalmbach und Vera Meyn