Nach missmutigen Tagen und erstem Blütenzauber im Frühjahr:
Auferstehung im Alltag
Aufwachen möchte ich. Bewußt leben. Träume, Gedanken in die Tat umsetzen. Kleine und große Schritte wagen.
Aber nur mit Dir mein Gott, gehe ich von Innen nach Außen.
Wie die Natur im Frühling will ich knospen und blühen.
Was in mir ist, soll Gestalt gewinnen wie Blatt und Blüte. Und mit Deinem Segen wird mein Herbst dann bunt und fruchtig-süß.
Doch erst lehre mich die richtigen Blüten zur rechten Zeit auszubilden in wundervollen Farben, Formen und voller Duft.
Danke für Wachstum und Gedeihen bis hierher. Bitte lass mein Leben ein Dankeschön sein.
©2004, Angela Hilde Timm
Keine Zeit?"Mutti, warum willst Du nicht mit mir spielen?"
"Weil ich keine Zeit habe."
"Warum hast Du keine Zeit?"
"Weil ich arbeiten muss."
"Warum arbeitest Du?"
"Um Geld zu verdienen."
"Warum verdienst Du Geld?"
"Damit Du zu essen hast."
Kleine Pause ...
Dann sagt Nelly: "Mutti, ich habe keinen Hunger."
StandfestDie Mutter bat ihren kleinen Sohn sich hinzusetzen, aber er wollte unbedingt stehen. Nach einigem hin und her packt sie ihn verärgert und setzte ihn auf einen Stuhl.
Einen Moment war es still.
Dann sagt der Kleine trotzig: "Außen sitze ich, aber innen stehe ich doch!"
Das KommaEin König sollte folgendes Urteil unterschreiben:
>> Gnade unmöglich, im Gefängnis lassen! <<
Ihm kam das Urteil zu hart vor, er dachte an die Zukunft des Menschen und an seine Familie. Er änderte das Urteil in:
>> Gnade, unmöglich im Gefängnis lassen! <<
Er machte nur eine Kommaverschiebung: So lautete das Urteil auf Freispruch.
Übrigens:
Gott macht ständig bei uns solche Kommaverschiebungen.
LichtblickeEiner der großen Clowns, Oleg Popov, kann mit seinen Späßen die Zuschauer im Zirkus auch zum Nachdenken anregen. Seine Nummern sind humorvoll, aber auch tiefsinnig und hintergründig. --
Der Zirkus ist überfüllt. Die Manege ist noch dunkel. Ein Scheinwerfer geht an und wirft einen winzigen Fleck Licht in das Rund der Manege.
Oleg Popov kommt aus dem Dunkel, weiter Mantel, zu große Schuhe, einen kleinen Koffer in der Hand. Er geht auf das kleine Fleckchen Licht zu, nimmt Platz und räkelt sich wohlig im Licht.
Das Licht aber wandert weiter, und der Clown sitzt im Dunkel. Er steht auf, nimmt sein Köfferchen und läuft dem Licht nach. Wohlig streckt er sich aus, als sei es die wärmende Sonne.
Aber wieder geht das Licht weiter. Der Clown hinterher. Aber der Lichtfleck entweicht, und der Clown steht wieder in Dunkel und Kälte.
Er läuft dem Licht nach, und schließlich beginnt er, es in seinem Köfferchen einzufangen. Es gelingt ihm. Aber nun ist es in der Manege wieder dunkel.
Da öffnet der Clown seinen kleinen Koffer und schüttet das Licht in die Manege. Es wird taghell im Zirkus. Die Zuschauer klatschen Beifall. Die Vorstellung beginnt.
Oleg Popov, ein Mensch auf der Suche nach Licht, nach Wärme und Geborgenheit. Einer wie Du und ich. Wir laufen dem Licht nach, möchten uns im Licht wohlig ausstrecken, aber dann ist es wieder weg. Wenn wir schließlich das Licht des Lebens irgendwo finden, dürfen wir es nicht für uns behalten, dann wird es dunkel sein. Wenn wir es aber ausschütten, weitergeben, wird es hell im ganzen Rund unserer Umgebung.
Jesus Christus spricht: "Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben!"
(Johannes 8,12)
"Ihr seid das Licht der Welt. So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen!"
(Matthäus 5,14.16)
Jesus,
ich brauche nie zu hungern, doch ich habe unstillbaren Hunger nach wahrem Leben.
Ich brauche nie zu frieren, doch in meinem Leben sind menschliche Nähe und Wärme Mangelware.
Ich kann mir fast alles kaufen, doch sinnentleerter Besitz macht nicht froh.
Jesus,
bitte schenke mir wahres Leben aus Dir.
Bitte erwärme mich, und lass‘ mich zur Quelle menschlicher Nähe und Wärme werden.
Bitte lass‘ mich froh und dankbar sein und lehre mich das Teilen. Angela Hilde Timm
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